Psychopharmaka wichtiger als Psychotherapie?

Psychose- und Schizophrenie-News: Wenn Neuroleptika das Gehirn schrumpfen lassen. Man sollte nur so viel Medikamente, wie unbedingt nötig einnehmen. Oder wird der Einsatz von Psychopharmaka wichtiger als Psychotherapie? Arbeiten Psychiater heutzutage nur noch als Medikamenten-Dealer? Manche Arznei hat langfristig (hochdosiert) oft schlimme Folgen für den Patienten.

Die Welt ist eine Gummizelle

Die Welt ist eine Gummizelle. Du triffst nur Verrückte. Es gibt nur einen Ausweg: Glaube an Dich! Und gib dem Wahnsinn ein Lächeln. Sei Dein eigener Arzt und stelle Dir selbst Rezepte aus. Schreibe einfach drauf: Freiheit! Liebe! Hoffnung! Glaube! Kraft! Frieden! Und nimm die höchste Dosis ein, von allem. Und Du bist der Künstler. Und der Chef in diesem Theater.

Klaus Lutz
*1956

Bausteine einer Psychose

Vertrauensverlust, Egoismus und Hass sind zentrale Faktoren für einen seelischen Sturz in die Psychose. Und Psychopharmaka können die Ursachen nicht beseitigen. Auf die Dauer bringen sie auch keine Heilung. Perfekte Medikamente sind höchstens: „Das Kissen auf dem harten Boden“. Mit der falschen Arznei kann man letztendlich sogar in den „Keller“ fallen. Die einfachsten Heilmittel wie „Vertrauen, Empathie und Liebe“, die eine beschädigte Seele langfristig gesund machen, bekommt man allerdings nicht in der Apotheke. Dann bleibt die Frage: Wie viel kann eine gute Psychotherapeutin im Quartal (in fünfzehn Minuten) reparieren?