Das Vaterunser der Psychiatrie

Eugen Bleuler im Himmel, geheiligt werde dein Name. Deine Schizophrenie komme. Deine Genetik geschehe, wie im Himmel so in der Psychiatrie. Unsere täglichen Pillen gib uns heute. Und vergib uns unsere Psychose, wie auch wir vergeben unsern Psychiatern. Und führe uns nicht in die Störung, sondern erlöse uns von dem Trauma. Denn dein ist die Genetik und die Dummheit und die Herrenmenschen in Ewigkeit. Amen.

Die Mülltonne von Eugen Bleuler

Wenn Frau Dietrich mit genügend Geld zu einem Psychotherapeuten geht – und wöchentlich eine Stunde ausführlich über ihre Probleme sprechen kann, die dann detailliert durch Träume oder Kindheitserinnerungen analysiert werden – was für eine Diagnose würde die Patientin bekommen? Schizophrenie? Nein, der Therapeut würde bei gleichen Symptomen eine posttraumatische Belastungsstörung bevorzugen. Wenn aber Frau Müller als unwichtige Kassenpatientin, innerhalb von 10 Minuten im Quartal, abgefertigt wird – was bleibt dann als Ergebnis?  Ganz einfach – Frau Müller landet in der sogenannten Mülltonne von Herrn Bleuler und wird das neue Medikamenten-Schweinchen für die Pharmaindustrie. Warum Mülltonne? In diesem Fall ist der Psychiater überfordert oder er steht unter Zeitdruck. Die Probleme werden nicht weiter besprochen, sondern sie werden einfach ignoriert und als unwichtig weggeworfen. Der Doktor hat sozusagen keine Lust auf Frau Müller, aber Frau Dietrich ist ein interessanter Leckerbissen. 

Schizophrenie a la Hollywood – Teil 2

Hier ein typisches Beispiel, wie die Film-Industrie eine psychiatrische Diagnose jahrzehntelang systematisch belastet hat. Sogar in diesem guten älteren Film mit Audrey Hepburn. Schizophren und sehr gefährlich. Schizophren und sehr gefährlich. Man muss es nur oft genug wiederholen, um aus Opfern erfolgreich Täter zu machen.

Schizophrenie a la Hollywood – Teil 1

Leidet die genetische Elite in Hollywood an Schizophrenie? Wohl kaum, weil dort keiner freiwillig in die Mülltonne von Eugen Bleuler steigt. Man nennt sich einfach Visionär, Utopist, Illusionist, Mystiker oder Phantast. Und dann bastelt man aus einer unglaublichen Wahnvorstellung einen Film. Wenn die Idee verrückt genug ist, dann kann der ganze Schrott zum Wahnsinns-Blockbuster werden. Das ist der große Unterschied zwischen Unter- und Ober-Etage in der Gesellschaft. Unten ist die Schizophrenie höchstens Dreck wert und oben kann man mit purem Wahnsinn zum Multimillionär werden. 

Was einen guten Therapeuten ausmacht

Der Panama-Hut

oder Was einen guten Therapeuten ausmacht.
Wie sieht es aus, das richtige Verhältnis zwischen Therapeut und Klient? Welche Abgründe gilt es zu verbergen, welche offen zu legen? Was ist von Patiententräumen zu halten, in denen der Therapeut eine entscheidende Rolle spielt? Irvin D. Yalom, Amerikas angesehenster und wortgewaltigster Psychotherapeut, zieht die Bilanz seines über fünfzigjährigen Berufslebens und beschert seinen Lesern ungewohnte Einblicke in das Leben eines Therapeuten – ein lehrreiches und mit zahlreichen Anekdoten gewürztes Lesevergnügen. Der Autor Irvin David Yalom, Jahrgang 1931, US-amerikanischer Psychoanalytiker, Psychotherapeut, Psychiater und Schriftsteller, ist emeritierter Professor für Psychiatrie an der Universität Stanford und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Bücher und Romane. Yalom gilt als bedeutendster lebender Vertreter der existentiellen Psychotherapie. Er ist Träger des Internationalen Sigmund-Freud-Preises für Psychotherapie.

Quelle: Amazon und Thalia