Zahnarzt oder Psychiater?

Oder die Frage, wer weniger falsch machen kann. Jeder geht mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt, um eine optimale Behandlung zu bekommen. Schmerzmittel werden lediglich kurzzeitig verabreicht. Der zeitliche Rahmen ist für jeden Patienten individuell. Bei erheblichen Fehlern ist die mangelhafte Arbeit selbst für Laien sichtbar. Im schlimmsten Fall werden gesunde Zähne gezogen.
Beim Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist die Behandlung etwas komplizierter. Ebenso der zeitliche Aufwand. Für Kassenpatienten steht die Verwendung von Psychopharmaka im Vordergrund. Auf eine psychoanalytische Arbeit zur Erkennung der Ursachen wird meist verzichtet. Sehr oft wird eine schnelle Diagnose gestellt und Symptome werden unnötig schnell medikamentös behandelt. Der langfristige Einsatz bestimmter Medikamente kann jedoch die zugrunde liegende Ursache der seelischen Problematik nicht beseitigen. Einige diagnostische Kategorien können, durch fortgesetzte Stigmatisierung, zum Suizid des Patienten führen. Viel schlimmer als Zahnverlust.

Was einen guten Therapeuten ausmacht

Der Panama-Hut

oder Was einen guten Therapeuten ausmacht.
Wie sieht es aus, das richtige Verhältnis zwischen Therapeut und Klient? Welche Abgründe gilt es zu verbergen, welche offen zu legen? Was ist von Patiententräumen zu halten, in denen der Therapeut eine entscheidende Rolle spielt? Irvin D. Yalom, Amerikas angesehenster und wortgewaltigster Psychotherapeut, zieht die Bilanz seines über fünfzigjährigen Berufslebens und beschert seinen Lesern ungewohnte Einblicke in das Leben eines Therapeuten – ein lehrreiches und mit zahlreichen Anekdoten gewürztes Lesevergnügen. Der Autor Irvin David Yalom, Jahrgang 1931, US-amerikanischer Psychoanalytiker, Psychotherapeut, Psychiater und Schriftsteller, ist emeritierter Professor für Psychiatrie an der Universität Stanford und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Bücher und Romane. Yalom gilt als bedeutendster lebender Vertreter der existentiellen Psychotherapie. Er ist Träger des Internationalen Sigmund-Freud-Preises für Psychotherapie.

Quelle: Amazon und Thalia

Irrtümer und Halbwahrheiten

Von allen Fehlern, die in der Erziehung
gemacht werden, ist der Glaube an ererbte
Grenzen der Entwicklung der schlimmste.
Er verschafft Lehrern und Eltern die
Möglichkeit, ihre Irrtümer wegzuerklären
und in ihren Bemühungen nachzulassen.

Alfred Adler
1870 – 1937

Mel Brooks – Höhenkoller

Der Zeitgeist der 70er-Jahre: Hippiekultur, Gehirnwäsche, Jesuslatschen, RAF-Terroristen, Mind Control, Jugendarbeitslosigkeit, Atomkraftwerke, No Future-Generation und Protestkultur.

„Schizophrenie“ ist ein strategisches Etikett

… wie es „Jude“ im Nazi-Deutschland war. Wenn man Menschen aus der sozialen Ordnung ausgrenzen will, muss man dies vor anderen, aber insbesondere vor einem selbst rechtfertigen. Also entwirft man eine rechtfertigende Redewendung.
Dies ist der Punkt, um den es bei all den hässlichen psychiatrischen Vokabeln geht: sie sind rechtfertigende Redewendungen, eine etikettierende Verpackung für „Müll“; sie bedeuten „nimm ihn weg“, „schaff ihn mir aus den Augen“, etc. Dies bedeutete das Wort „Jude“ in Nazi-Deutschland, gemeint war keine Person mit einer bestimmten religiösen Überzeugung. Es bedeutete „Ungeziefer“, „vergas es“.

Ich fürchte, dass „schizophren“ und „sozial kranke Persönlichkeit“ und viele andere psychiatrisch diagnostische Fachbegriffe genau den gleichen Sachverhalt bezeichnen; sie bedeuten „menschlicher Abfall“, „nimm ihn weg“, „schaff ihn mir aus den Augen“.

Zitat von Prof. Dr. Thomas Szasz, 1920 – 2012, US-amerikanischer Psychiater